Gesundheit, Wohlbefinden und Energie stehen in direktem Zusammenhang mit unserem Stoffwechsel. Wer sich energiegeladen fühlen möchte, sollte sich mit den richtigen Nährstoffen auseinandersetzen. Leider werden Mikronährstoffe immer noch massiv unterschätzt und oft als unnötige Geldmacherei abgetan. Doch warum ist das so? Ein entscheidender Punkt ist die fehlende Unterscheidung zwischen Akutmedizin und Lifestyle-Medizin. Während die Akutmedizin darauf ausgelegt ist, Krankheiten zu verhindern oder zu behandeln, setzt die Lifestyle-Medizin auf präventive Maßnahmen, um das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.
Warum werden Mikronährstoffe unterschätzt?
Ein großes Missverständnis besteht darin, dass viele Labortests lediglich Krankheitsgrenzen aufzeigen. Beispielsweise kann ein Vitamin-D-Wert von 30 im Labor als "normal" gelten, bedeutet aber nicht, dass dieser Wert für optimale Gesundheit und maximale Energie ausreicht. In vielen Ländern, darunter auch Österreich, fehlen offizielle Richtlinien für Lifestyle-Medizin, weshalb viele Menschen nicht wissen, dass sie mehr tun könnten, um sich besser zu fühlen.
Zudem haben sich die Lebensmittel in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Eine Orange enthielt früher genug Vitamin C für den Tagesbedarf, während heute aufgrund von Bodenverarmung und langer Transportwege oft ein Vielfaches davon benötigt wird. Zudem setzen viele Menschen auf Fertigprodukte oder einseitige Diäten, wodurch essenzielle Mikronährstoffe fehlen.
Welche Mikronährstoffe braucht der Stoffwechsel?
Der Stoffwechsel ist ein komplexes System, das auf verschiedene Co-Faktoren angewiesen ist. Einige der wichtigsten Mikronährstoffe sind:
B-Vitamine (B1 bis B12): Diese Vitamine sind essenziell für die Umwandlung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß in Energie. Ein Mangel kann zu Erschöpfung, Nervenschmerzen und Konzentrationsproblemen führen.
Magnesium: An über 300 Prozessen im Körper beteiligt, unter anderem an der Energieproduktion (ATP-Bildung). Ein Magnesiummangel kann zu Muskelkrämpfen, Erschöpfung und Schlafproblemen führen.
Eisen: Verantwortlich für den Sauerstofftransport im Blut und essenziell für die Energieproduktion. Besonders Frauen leiden häufig an Eisenmangel.
Zink: Wichtig für das Immunsystem, das Wachstum und den Energiestoffwechsel.
Chrom: Ein unterschätzter Mikronährstoff, der den Blutzuckerspiegel stabilisiert und die Fettverbrennung in den Muskeln ankurbelt.
Energie steigern durch richtige Ernährung
Neben Mikronährstoffen spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle. Vollwertige, bunte Lebensmittel liefern wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Obst sollte idealerweise aus Beeren bestehen, um unnötigen Zucker zu vermeiden. Ebenso wichtig ist ausreichend Bewegung: Bereits einfache Aktivitäten wie Spazierengehen oder das Erledigen von Alltagsaufgaben im Stehen können den Stoffwechsel anregen. Und nicht zu vergessen: mindestens 3,7 Liter Wasser täglich trinken! Studien zeigen, dass selbst eine minimale Dehydration den Körper stresst und zu Fetteinlagerungen führen kann.
Die Rolle von Aminosäuren und anderen Wirkstoffen
Neben Vitaminen und Mineralstoffen gibt es weitere wichtige Nährstoffe:
L-Tryptophan: Diese Aminosäure wird im Tageslicht zu Serotonin umgewandelt und kann somit eine positive Stimmung fördern. Nachts kann sie bei der Produktion von Melatonin, dem Schlafhormon, helfen.
Myoinositol: Besonders wertvoll für Frauen mit hormonellen Problemen oder Heißhungerattacken. Es kann den Insulinspiegel regulieren und den Fettstoffwechsel unterstützen.
Fazit
Der Stoffwechsel ist der zentrale Motor unseres Körpers und braucht die richtigen Nährstoffe, um optimal zu funktionieren. Ein bewusster Umgang mit Mikronährstoffen, eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung können essenziell für mehr Energie und Wohlbefinden sein. Wer sich unsicher ist, welche Nährstoffe individuell benötigt werden, kann sich von Experten beraten lassen und gezielt Supplemente nutzen. Denn wahre Gesundheit bedeutet mehr als nur nicht krank zu sein – es bedeutet, sich rundum energiegeladen und wohlzufühlen!