Menopause

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5 häufige Fehler in der Menopause, die das Abnehmen erschweren – und warum es nicht an fehlender Disziplin liegt

Viele Frauen erleben in den Wechseljahren dieselbe frustrierende Situation: Sie essen nicht mehr als früher, bewegen sich regelmäßig – und trotzdem steigt das Gewicht oder es stagniert. Die Kleidung sitzt enger, der Bauch wird mehr und die Motivation sinkt.

Die gute Nachricht: Das bedeutet nicht, dass der Stoffwechsel kaputt ist oder dass die Hormone alles unmöglich machen. Häufig sind es kleine, aber entscheidende Fehler, die den Fettabbau ausbremsen. Wer diese kennt und gezielt verändert, kann auch in der Menopause erfolgreich abnehmen.


1. Zu wenig essen – oder die falschen Lebensmittel wählen

Viele Frauen glauben, sie essen sehr wenig. Tatsächlich besteht das Problem oft nicht in der Kalorienmenge, sondern in der Lebensmittelauswahl.

Kleine Snacks zwischendurch – eine Handvoll Nüsse, ein paar Bissen vom Teller der Kinder oder Enkel, gesunde Knabbereien im Büro – werden häufig gar nicht bewusst wahrgenommen. Gleichzeitig liefern sie viele Kalorien, sättigen aber kaum.

Für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl braucht der Körper:

  • ausreichend Essensvolumen
  • gründliches Kauen
  • Ballaststoffe
  • eine eiweißreiche Mahlzeit

Vor allem Protein spielt in der Menopause eine zentrale Rolle. Es unterstützt den Muskelerhalt, fördert die Sättigung und hilft dabei, den Stoffwechsel aktiv zu halten. Als Orientierung werden häufig etwa 2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Wunschgewicht empfohlen – eine Menge, die sich über die normale Ernährung nicht immer leicht erreichen lässt. 


2. Nur Cardio statt Krafttraining

Spazierengehen, Radfahren oder Ausdauertraining sind gesund – reichen aber allein oft nicht aus.

Bereits ab dem 25. Lebensjahr beginnt der Körper, Muskelmasse abzubauen, wenn sie nicht regelmäßig trainiert wird. Während der Menopause kann sich dieser Prozess zusätzlich beschleunigen.

Dabei sind Muskeln der wichtigste Motor des Stoffwechsels. Wer Muskelmasse erhält oder aufbaut, profitiert von:

  • einem höheren Energieverbrauch
  • besserem Fettabbau
  • mehr Kraft im Alltag
  • einem geringeren Osteoporoserisiko
  • mehr Selbstständigkeit im Alter

Ideal ist eine Kombination aus täglicher Bewegung, beispielsweise 10.000 Schritten, und zwei bis drei Krafttrainingseinheiten pro Woche.


3. Stress und schlechter Schlaf werden unterschätzt

Chronischer Stress und Schlafmangel erhöhen den Cortisolspiegel. Gerade in der Menopause können Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen die Schlafqualität zusätzlich verschlechtern.

Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel kann:

  • Heißhunger fördern
  • Bauchfett begünstigen
  • die Regeneration verschlechtern
  • das Abnehmen erschweren

Schon kleine Veränderungen können helfen:

  • möglichst regelmäßige Schlafenszeiten
  • ein kühles, dunkles Schlafzimmer
  • keine Ablenkungen wie Fernseher oder Smartphone im Bett
  • morgens fünf Minuten bewusst Zeit für Ruhe und Wasser trinken einplanen

Stress lässt sich nicht immer vermeiden – der Umgang damit aber schon.


4. Die veränderte Insulinreaktion wird ignoriert

Mit sinkendem Östrogenspiegel verändert sich häufig auch die Insulinsensitivität. Dadurch reagiert der Körper empfindlicher auf Zucker und schnell verdauliche Kohlenhydrate.

Eine einfache Strategie kann dabei helfen:

Den Tag eiweißreich starten

Statt süßem Frühstück oder Porridge empfehlen sich beispielsweise:

  • Eier
  • Magerquark
  • Proteinshake
  • Gemüse
  • Beeren

Viele Frauen berichten, dass allein diese Veränderung den Heißhunger über den gesamten Tag deutlich reduziert.

Die Reihenfolge beim Essen beachten

Auch die Reihenfolge der Lebensmittel kann den Blutzucker positiv beeinflussen:

  1. Ballaststoffe (Salat oder Gemüse)
  2. Eiweiß
  3. Kohlenhydrate
  4. Dessert

Diese Vorgehensweise kann Blutzuckerspitzen reduzieren und für eine längere Sättigung sorgen.


5. Mikronährstoffe werden vernachlässigt

Während viele Frauen nach Fettblockern oder schnellen Lösungen suchen, fehlt häufig die Basisversorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.

Gerade in der Menopause spielen unter anderem eine ausreichende Versorgung mit folgenden Nährstoffen eine wichtige Rolle:

  • B-Vitamine
  • Vitamin C
  • Chrom
  • Inositol

Ob und welche Nahrungsergänzung sinnvoll ist, sollte möglichst individuell entschieden werden – idealerweise auf Grundlage der persönlichen Ernährung, Beschwerden und gegebenenfalls von Blutwerten.


Fazit: Abnehmen in der Menopause ist möglich

Die Menopause verändert den Körper – aber sie macht erfolgreiches Abnehmen nicht unmöglich.

Oft sind es nicht fehlende Disziplin oder ein "kaputter Stoffwechsel", sondern ungünstige Gewohnheiten, die den Fortschritt bremsen. Wer ausreichend Eiweiß isst, Krafttraining integriert, Stress reduziert, den Blutzucker stabil hält und auf eine gute Nährstoffversorgung achtet, schafft die besten Voraussetzungen für nachhaltigen Fettabbau.

Das Wichtigste dabei: Es muss nicht alles auf einmal geändert werden. Schon kleine, konsequent umgesetzte Schritte können langfristig einen großen Unterschied machen.

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